Naturkosmetik

Naturkosmetik

Was sich im Salat gut macht ist auch gut für unsere Haut

Bist Du schon mal auf den Gedanken gekommen, Deine Kosmetik zu essen?

Sicherlich nicht, aber im Grunde genommen tust Du es jeden Tag. Denn alles was wir auf unsere Haut auftragen gelangt Sekunden später in unsere Blutbahn. Von dort aus wird es zur Leber transportiert und alle körperfremden Stoffe müssen abgebaut und entsorgt werden.

Viele kosmetische Rezepturen enthalten wässrige Komponenten. Doch sobald Wasser im Spiel ist, werden eine Reihe von Hilfsstoffen notwendig wie z.B

  • Konservierungsstoffe sie töten die in Wasser lebenden Mikroorganismen
  • Emulgatoren ermöglichen das Mischen von Wasser mit Ölen
  • Konsistenzgeber vermindern die Fließfähigkeit des Wassers

Das Wasser in der jeweiligen Rezeptur verdunstet beim Auftragen auf die Haut. Zurück bleiben die Emulgatoren, die nur schwer in der Epidermis abgebaut werden können. Sie werden gespeichert und sorgen für einen Auswascheffekt der Haut. Sie verbinden fleißig weiter Wasser mit Fett und sorgen so für das Austrocknen unserer Haut.

Nicht nur diese Hilfsstoffe belasten unseren Körper, sondern auch die Qualität der eingesetzten Fette und Öle. Auch Öle für die Kosmetik Industrie müssen lange haltbar sein, immer gleich aussehen und riechen. Sie werden nach den gleichen Verfahren produziert wie die Öle im Supermarkt. Diese Öle werden meist bei hohen Temperaturen gepresst und oft auch raffiniert und desodoriert, was zur Bildung von schädlichen Transfettsäuren führt. Das Resultat sind künstliche Fette, die von unserem Körper nur schwer verstoffwechselt werden können. Auch Bio hilft hier nicht weiter, da die wertvollen Inhaltsstoffe bei zu hohen Presstemperaturen geschädigt werden.

Manchmal ist weniger mehr

Unsere naturbelassenden Öle in Rohkostqualität können eine sehr gute Alternative zu herkömmlicher Kosmetik sein. Sie sind lebendig, fühlen sich unglaublich weich an und hinterlassen ein gutes Gefühl auf der Haut. Sie pflegen ohne unseren Körper zu belasten. Du kannst sie prima verwenden in feinen Lotionen mit deinem ätherischen Lieblings-Öl, in selbst gemachten Gesichts- und Körpercremes, pflegenden Haarkuren oder entspannenden Massageölen. Es gibt für jeden Hauttyp das passende Öl. Beachten sollte man, die Öle immer auf die angefeuchtete Haut aufzutragen. Beides zusammen bildet eine Emulsion, die gut in die Haut einzieht und sie langanhaltend mit Nährstoffen versorgt.

Öle für normale Haut

Öle für trockene, sensible Haut

Öle für reife Haut

Öle für fettige Haut

Massageöle

Strahlend schöne Haut hat auch immer etwas mit unserem Immunsystem zu tun. Vergiss deshalb nicht Deinen Körper mit frischen natürlichen Lebensmitteln zu verwöhnen. Sie sind reich an Antioxidantien und pflegen Deine Haut von innen.

Öle sind Leben !

Öle sind Leben !

Öl ist nach Wasser unser wichtigstes Lebensmittel

Jeder weiß, dass wir ohne Wasser nicht leben können. Unser Körper besteht zu rund 60% aus Wasser. Es ist Lösungs- und Transportmittel von Nährstoffen und Stoffwechselprodukten und wir benötigen es in seiner reinen, natürlichen Form.

Doch kaum jemand ist sich bewusst, wie wichtig naturbelassene Fette für unser Wohlbefinden sind. Sie erfüllen lebenswichtige Aufgaben in unserem Körper. Auch sie werden wie Wasser in ihrer natürlichen, unveränderten Struktur benötigt um ihren Zweck zu erfüllen. Gekühlt gepresste Öle haben diese Struktur, so werden so behutsam gepresst, das ihre natürliche Beschaffenheit erhalten bleibt.

  • Fett ist ein wichtiger Baustein für unsere Zellen. Unsere Zellmembran besteht zu 70 % aus Fett. Eine stabile, flexible Zellwand sorgt für einen optimalen Stoffaustausch, unterstützt die Entgiftungsfunktion und ermöglicht die Kommunikation der Zellen untereinander.
  • Die Trockenmasse unseres Gehirns besteht zu 60% aus Fett.
  • Fett ist an der Bildung von Hormonen und Botenstoffen beteiligt. Hormone beeinflussen eine Vielzahl unserer Stoffwechselvorgänge, so z.B. unsere Stimmung, unser Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und unser Energielevel.
  • Fett schützt unsere Nerven und sorgt für eine schnelle Reizweiterleitung. Das Myelin, eine Biomembran welche die meisten unsere Nervenbahnen ummantelt, besteht zu 70 % aus Fett, vor allem aus Omega 3 Fettsäuren. Es erhöht die Geschwindigkeit der elektrischen Impulse in unserem Gehirn.
  • Fett schützt unsere inneren Organe.
  • Fett schützt uns vor Kälte und Wärme.
  • Fett wird zu Verwertung der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K benötigt.
  • Fett Ist ein sehr guter Energielieferant, es liefert doppelt so viel Energie wie Eiweiß und Kohlenhydrate.
  • Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger und das i- Tüpfelchen in unserm Essen.
Raffinierte Fette – die heute noch übliche Handelsqualität

Raffinierte Fette – die heute noch übliche Handelsqualität

Wenn Du heute im Supermarkt Öl kaufst oder Produkte die mit Öl oder Fett zubereitet wurden, dann werden diese Öle zum größten Teil so produziert:

Reinigung

der Ölsaat vom Staub und Fremdstoffen

Erhitzen

und zerkleinern der Ölsaat um die Ölausbeute zu steigern. Die so genannte Heißpressung, in diesem Schritt sind bereits Enzyme und die meisten Nährstoffe zerstört.

Bei der Kaltpressung kommt die Saat ohne vorher erhitzt zu werden in die Presse. Alle nachfolgenden Verfahren können identisch sein !

Ölgewinnung

mittels Schneckenpresse. Dabei wird das Öl von den festen Bestandteilen dem Presskuchen getrennt. Durch Druck und Reibung entstehen sehr hohe Temperaturen in der Ölmühle, dabei werden wichtige Nährstoffe zerstört und das Öl denaturiert. Pflanzenöle sind sehr temperaturempfindlich. Man sieht es ihnen nicht an, aber sie oxidieren bereits bei Temperaturen über 42 °C. Dieser Oxidationsprozess erzeugt freie Radikale, welche unsere Zellen massiv schädigen und den Alterungsprozess beschleunigen.

Erst mit der wassergekühlten Ölmühle ist es möglich die Temperatur während des gesamten Produktionsprozesses unter 37 °C zu halten. Lein und Hanf können so bei 30° und noch darunter gepresst werden.

Lösemittel

wird dem Presskuchen zugesetzt und der Presse wieder zugeführt um so noch mehr Öl zu gewinnen. Der größte Teil des Lösemittels wird zwar in den nachfolgenden Schritten wieder entfernt aber ein kleiner Teil verbleibt trotzdem im Öl.

Der mit Lösemittel verschmutzte Presskuchen wird als Tierfutter verwendet. Falls Du Fleisch und Wurst isst, solltest Du dir gut überlegen ob Du wirklich die billige Ware im Supermarkt kaufst.

Bei Ölen mit Bio Siegel ist zumindest der Einsatz von Lösemitteln verboten.

Filtern und Entschleimen

mit Phosphaten oder Zitronensäure. Dabei werden wertvolle Fettbegleitstoffe wie z.B. Lecithine abgespalten aber auch fettlösliche Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.

Lecithine sind wichtiger Baustoff für  unsere Zellmembran und einen Teil der Zellorganellen, insbesondere den Mitochondrien. Somit ist Lecithin für eine optimale Zellfunktion unerlässlich. In der Industrie werden Lecithine benötigt um Fett mit Wasser zu vermischen. Lecithin verbirgt sich übrigens hinter dem Lebensmittelzusatzstoff E322 und ist auch in Bio Produkten erlaubt. Lecithin wird auch in der Kosmetik, Medizin, Futtermittelindustrie genutzt und wird als Nahrungsergänzung verkauft. 1925 war es erstmals möglich Lecithin industriell aus Pflanzenöl zu isolieren.

Neutralisieren

mit Soda oder Natronlauge. Dabei werden die Fettsäuren chemisch umgewandelt, das heißt verseift. Die flüssige raffinierte Seife wird anschließend abgetrennt.

Bleichen

mit Wasser und Zusatz von Bleicherde und anschließendes Entfärben in der Filterpresse. Dabei werden unerwünschte Farbstoffe wie z.B. Chlorophyll und Carotinoide vom Öl abgetrennt, da jede Charge gleich aussehen soll. Diese Farbstoffe sind wichtige Antioxidantien, die wir zum Neutralisieren freier Radikale benötigen.

Desodorieren

ist ein sehr aggressives und aufwendiges Verfahren bei dem mit 220 -240 °C heißem Wasserdampf die letzten unerwünschten Stoffe aus dem Öl entfernt werden. Spätestens bei diesem letzten Schritt der Raffination bilden sich die aggressiven Transfettsäuren.

Entstanden ist ein künstliches Fett was sich immer noch „reines Pflanzenöl“ nennen darf, dass aber verheerende Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat. Es hat immer die gleich in Farbe, den gleichen Geschmack, ist sehr lange haltbar, hoch erhitzbar und billig.

Das so gewonnene „Öl“ ist eigentlich nur das Abfallprodukt. Ihre Gewinne erzielt die Öl Industrie mit Tierfutter, Lecithin und Seife. Wenn man bedenkt wie riesig der Markt alleine für Lecithin ist, und der Lecithin Anteil in Öl gerade mal 2-4% beträgt, kann man erahnen wie riesig die Menge an denaturiertem billigem Öl ist, welches über den Supermarkt entsorgt werden muss.